Vietnam
- annikasponar
- 11. Feb.
- 15 Min. Lesezeit
Vietnam - Das 3. Ziel unserer Weltreise: Roller-Chaos trifft auf atemberaubend schöne Landschaften🇻🇳
Unsere Reise ging weiter nach Vietnam. Hier durchreisten wir das ganze Land von Süden nach Norden. Eine typische Route, wie wir feststellten.🤭 Im Folgenden zeige ich Euch, wo wir überall waren, was wir gemacht haben und wie wir uns fortbewegt haben. Vietnam hat seinen ganz eigenen Charme und ist definitiv eine Reise wert!
Eine Übersicht für den Blogeintrag
🤓Vor der Anreise: Das muss man wissen
🇻🇳Vietnam: Ein paar Fakten
- Über Vietnam
- Verkehr & Fortbewegung
- Praktische Infos
- Essen & Trinken
- Weitere Tipps
📍Unsere Stopps: (ca. 20 Tage)
1. Stopp: Ho-Chi-Minh-Stadt/ Saigon (5 Nächte) - weiter: ✈️Flug nach Da Nang (ca. 1,5h) + 🚕Taxi nach Hoi An (ca. 30-45min)
2. Stopp: Hoi An (3 Nächte) - weiter: 🚕Taxi nach Da Nang (ca. 30-45min) + 🚃Zug nach Hue (ca. 2,5 - 3h)
3. Stopp: Hue (2 Nächte) - weiter: 🚌Mini-Bus nach Da Nang (ca. 2,5-3,5h)
4. Stopp: Da Nang (2 Nächte) - weiter: ✈️Flug nach Hanoi (ca. 1,5h)+ 🚌Mini-Bus nach Ninh Binh (ca. 1,5-2h)
5. Stopp: Ninh Binh (2 Nächte) - weiter: 🚌Mini-Bus nach Hanoi (ca. 1,5-2h)
6. Stopp: Hanoi (4 Nächte) + ⛴️Halong Bucht (1 Nacht)
💸Kosten pro Person
💡Tipps & Tricks
📸Insta vs. Reality
✨️Fazit
🤓Vor der Anreise: Das muss man wissen
Was wir alles vor der Anreise beachtet haben, findet ihr in meinem Blogeintrag “Vorbereitungen” und “Checkliste bei Einreise”, aber:
- Wir mussten vorher keine Arrival Card ausfüllen oder ein Visum beantragen
- Der Flughafen in Ho-Chi-Minh war eine Herausforderung: Riesige Schlange bei der Passkontrolle; die Airline Vietjet ließ uns ewig beim Check-In warten --> also lieber Zeit einplanen (Tipp: Immer checken, welches Terminal man hat, um unnötige Wege zu sparen)
🇻🇳Vietnam: Ein paar Fakten
Über Vietnam
- ca. 100 Millionen Einwohner
- Hauptstadt: Hanoi; größte Stadt: Ho-Chi-Minh-Stadt
- Sprache: Vietnamesisch (Englisch wird oft nicht gut verstanden – Google Übersetzer hilft!)
- Religion: Mischung aus Buddhismus, Ahnenverehrung, Konfuzianismus und Taoismus
Verkehr & Fortbewegung
- über 50 Millionen Roller im Land unterwegs (alles wird transportiert, egal wie klein der Roller im Vergleich dazu ist!😅)
- Rechtsverkehr; Grab ist günstig und flexibel --> Wichtiger Tipp: lieber über die App buchen, keine privaten Fahrten annehmen (man ist sonst nicht über Grab versichert!)
- "Organized chaos" ist der perfekte Begriff: Verkehr scheint chaotisch, funktioniert aber – beim Überqueren der Straße: Einfach laufen und am besten Hand heben (Regel: NICHT stehen bleiben oder rennen!)
- Hupen gilt als Info "Ich komme" statt als Verwarnung oder Verärgert Sein
Praktische Infos
- Währung: Vietnamesischer Dong (VND) – hier ist man offiziell Millionär 😄
- Leitungswasser nicht trinkbar (auch nicht zum Zähneputzen)
- Klima: tropisch-monsunal, aber regionale Unterschiede (kühle Bergmorgen im Norden, tropische Hitze im Süden)
Essen & Trinken
Das Essen in Vietnam ist richtig, richtig gut!
- Streetfood-Paradies: Gerichte ab 1-3€, lokale Restaurants 2-6€, stylische Cafés/Rooftops 6-12€
- lokales Bier <1€, Cocktails 4-8€
- Tipp: immer sagen, dass man keinen Zucker im Getränk haben möchte (viel Zucker in Getränken!)
Weitere Tipps
- Wellness & Spa: günstige Behandlungen (Fußmassage, Maniküre, Head Spa…)
- sehr viele Märkte: hier sollte man aufpassen, dass man nicht über den Tisch gezogen wird und muss definitiv handeln. Finden kann man aber definitiv alles😜
- Bewertungen: lieben Bewertungen (egal ob in einem Restaurant, bei einer Grab-Fahrt, in einem Shop: Ständig wird man gefragt, ob man eine Bewertung schreiben kann)
- Duschen mitten im Bad: Ist in vielen Unterkünften so
- Vorsicht vor Scams: Vor allem in touristischen Gegenden werden überhöhte Preise, falsche Wechselkurse und inoffizielle Anbieter genutzt, um Reisende schnell und unbemerkt abzuzocken (v.a. Grab-Fahrer, die private Fahrten anbieten; Händler in Shops; auch bei AirBNBs & Hotels möglich etc.)
📍1. Stopp: Ho-Chi-Minh-Stadt/ Saigon - Ankommen im Puls Vietnams (5 Nächte)
Ho-Chi-Minh ist erst einmal eine Wucht. Tausende Roller hupen einem entgegen, der Verkehr scheint keinerlei Regeln zu folgen, überall sind bunte Lichter, laute Musik und Händler:innen, die herumschreien. Man braucht erst mal eine gewisse Zeit, um das sacken zu lassen. Am Ende unseres Aufenthaltes verstanden wir die Stadt aber ganz gut und hatten ein Gefühl für sie. Und dann hat es uns sogar richtig gut gefallen.😍
Unser Hotel: H2T Home und Tan Hoang Long Hotel
Finger weg vom 1. Hotel! Ein Scam-Hotel in einer assigen Hintergasse. Mini-Zimmer, kein Waschbecken, Glas an der Badtür rausgebrochen... Wir blieben eine Nacht und checkten aus!
Das zweite Hotel war okay. Großes Zimmer, sauber, nettes Personal – nichts Besonderes, aber auch nichts auszusetzen.
Was wir in Ho-Chi-Minh gemacht haben
Gleich ein Tipp vorab: Das Beste, was man machen kann, wenn man von A nach B kommen möchte, ist, sich ein Grab-Taxi zu rufen (= das asiatische Äquivalent zu Uber). Grab-Taxis sind einfach, günstig und flexibel.😊
Vietnams wilde Seite - Diese Straße ist laut, bunt und völlig verrückt. Neonlichter, Live-Musik, Bars und Clubs an jeder Ecke und tanzende Backpacker treffen auf Streetfood-Stände und fliegende Händler:innen. Wer das Nachtleben von Saigon erleben will auf die schrillste und wildeste Art sollte dort hin!😜
Wir waren allerdings erst mal total reizüberflutet!🤣 Es ist wirklich SO laut und bunt dort. Überall will jemand einen in eine Bar oder ein Restaurant oder einen Club ziehen. Selbst für uns etwas zu viel. Aber definitiv eine Erfahrung wert.
Ein alter Wohnblock, der sich in ein Café-Paradies verwandelt hat. Hinter jeder Tür verbirgt sich ein neues Konzept: Ein minimalistischer Laden, ein Vintage-Café voller Pflanzen, ein japanisch inspiriertes Restaurant oder ein modernes Spa - hier findet jeder etwas. Natürlich ein sehr touristischer Ort, aber ich fand es sooo schön!🥹
Klassischer vietnamesischer Markt. Garküchen, Gewürzstände, Souvenirs... für uns ein wenig zu trubelig, aber die Atmosphäre ist einzigartig.
Eines unserer Highlights!🤩 Wir haben uns durch Suppen, Grillspieße, süße Snacks und vietnamesische Klassiker probiert. Ich liste im Folgenden einmal auf, was wir alles probieren durften (auch für mich, um es immer nachlesen zu können🤭 - ich markiere die Gerichte, die wir seitdem immer wieder gegessen haben mit einem ⭐️):
Fisch-Nudel-Suppe (Bun Ca)
Ballon-Süßkartoffeln (Khoai lang bong bóng)
Gegrillter Reispapierkuchen (Báhn phong nuong) mit Weizenmehl, Reis- und Kokosmilch⭐️
Vietnamesische Pizza (Bánh tráng nuong): Gegrilltes Reispapier mit Wachtelei und Schweinefleischwurst
Rindfleischspieße mit Zitronengras (Bò Lui Sá)⭐️
Challenge: Mit Schweinehackfleisch und Zitronengras gefüllte Schnecken (Oc nhoi thit)✅️
Knuspriger Reis mit zerkleinertem Fleisch- und Krabbenflocken (Co´m Cháy Chà Bong)
Saigon Baguette (Bánh Mì)⭐️
Hohle Donuts (Bánh tieu)
Gegrilltes Rindfleisch im Betelblatt (Bò lá lot): Vermicelli, Reispapier, grüne Banane, Sternfrucht, Fischsauce
Vietnamesische Mini-Pfannkuchen (Bánh xèo) mit Schrimps, Schweinefleisch und Sojasprossen dazu Senfgras, Salat und Kräuter wie Thai-Basilikum und Fischsauce⭐️
Gebackene Bao-Brötchen (Bánh bao chien)
Dessert: Kokosnuss-Jelly; Pudding etc.
Getränke: Pandanblatt-Tee; Passionsfrucht mit Jasmintee; Local beer: Bia Saigon
Ausflug ins Mekong Delta (+ Vinh Trang-Pagode)
Das komplette Gegenteil zur chaotischen Großstadt: Bei diesem Ausflug sind wir ca. 2 Stunden gefahren, um zwischen Wasserwegen, Palmen, kleinen Dörfern und dem Leben am Fluss zu landen. Der Mekong ist der 12. längste Fluss der Welt beginnend in China und endend in Vietnam. Auf seiner Route durchläuft er 6 Länder und ist insgesamt 2800 Kilometer lang. Wir fuhren mit einem Boot auf dem Mekong zu einer der Inseln und durften auf einer Bienenfarm Honigwein probieren und andere Produkte aus Honig. Außerdem konnten wir exotische Früchte testen und eine Kokosnussfabrik besuchen. Dort haben wir auch Schlangenwein probiert. Total verrückt! Mit einem Sampanboot durften wir auch durch den Kokosnusswald fahren, um danach ein leckeres Mittagessen zu genießen. Mit einem Tuktuk ging es dann zurück zum Hauptboot und wir fuhren mit dem Bus noch zur Vinh-Trang-Pagode.
Diese beeindruckt mit ihren riesigen Budda-Statuen und der ruhigen Atmosphäre. Ein schöner Ausflug als Kontrast zu all den Eindrücken aus der Großstadt.😊
Altes Postamt von Saigon/ Hop-On-Hop-Off-Bustouren
Ein Relikt aus der französischen Kolonialzeit mit hohen Decken, historischen Karten und nostalgischem Flair. Noch heute kann man von dort aus Postkarten verschicken. Eine schöne kleine Tradition. Von hier aus kann man auch Hop-On-Hop-Off-Bustouren buchen.
Der höchste Wolkenkratzer des Landes. Darum herum ist ein wunderschöner Park mit Spazierwegen, Cafés und Blick auf die Skyline (ähnlich wie in Singapur). Wir waren auch oben in der Skylounge, um uns das Ganze von oben anzusehen.
Das schönste Café, das ich jemals gesehen habe! Wie ein kleiner Dschungel ist es aufgebaut: Hängende Pflanzen, plätschernde Wasserläufe, in denen Kois schwimmen und verspielte Sitzmöglichkeiten. Ein Traum für jeden Café-Liebhaber.
Parfum Workshop
Auch eine sehr coole Aktivität: Hier durften wir in einem Parfumladen unser eigenes Parfum zusammenstellen. Hat 1. total Spaß gemacht und man hat 2. immer eine Erinnerung, wenn man den Duft riecht.
📍2. Stopp: Hoi An - Flussromantik mit Lampions und Live-Musik (3 Nächte)
Hoi An ist Lampionlicht, Flussromatik und lustige Abende in Bars mit Live-Musik oder Musik aus den 2010ern. Zwischen kleinen Gassen, Boutiquen und Restaurants kommt man zur Ruhe und kann sich vom Trubel der Großstadt erholen. Uns hat es richtig, richtig gut dort gefallen. So ein süßes Städtchen (ca. 75.000 Einwohner)!
Unser Hotel: Ancient Terracotta Village
Eher ein Wohnhaus, in dem Zimmer vermietet werden. Auch nichts Besonders, aber es war ordentlich und wir fühlten uns ganz wohl. Für 3 Nächte kann man nichts dagegen sagen. Es war günstig und die Zimmer waren riesig.
Was wir in Hoi An gemacht haben
Ich verweise wieder auf den Tipp von oben mit den Grab-Taxis.😉
Altstadt: Nightmarket - Japanische Brücke - Bootsfahrt
Die Altstadt von Hoi An verzaubert mit ihrem warmen Laternenlicht, dem bunten Night Market und der berühmten japanischen Brücke, die über den Thu-Bon-Fluss führt und das historische Herz der Stadt verbindet. Abends schwimmen kleine Boote (Kosten pro Fahrt ca. 2€) mit leuchtenden Lampions über das Wasser, überall gleiten Kerzen auf dem Fluss und schaffen eine fast magische Atmosphäre, während sich in den verwinkelten Gassen süße Cafés (Rosie´s!), coole Bars (Mr.Bean-Bar!) und gemütliche Restaurants (Citronella!) aneinanderreihen. Perfekt, um den Tag bei gutem vietnamesischem Essen oder einem Cocktail am Fluss ausklingen zu lassen. War definitiv eines unserer Highlights in Vietnam!
Ein Must-Do in Vietnam: Die Ba Na Hills führten uns über eine der längsten Seilbahnen der Welt in eine fast märchenhafte Bergwelt. Ob auf der berühmten Golden Bridge mit ihren riesigen steinernen Händen, beim Schlendern durch das europäisch anmutende French Village oder beim Blick über die nebelverhangenen Berge - hier trifft atemberaubende Aussicht auf verspielte Architektur, kleine Cafés und Fotospots, die die Ba Na Hills zu einem richtigen Highlight machen.
Ein langer, goldener Sandstrand mit lässiger Strandatmosphäre. Entlang der Küste gibt es gemütliche Beach Bars, kleine Cafés und Restaurants, in denen man mit den Füßen im Sand Drinks genießen kann, während die Sonne langsam im Meer versinkt.
📍3. Stopp: Hue - Tradition & Ruhe (2 Nächte)
Hue liegt malerisch am Parfümfluss und war einst die kaiserliche Hauptstadt Vietnams. Die berühmte Zitadelle von Hue gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Rund um die Stadt findet man prachtvolle Kaisergräber, eingebettet in Gärten, Seen und Tempelanlagen. Abseits des Trubels lädt die Stadt dazu ein, ruhiger zu werden und einfach durch die alten Gassen zu schlendern, während man in den Restaurants traditionelle Gerichte genießt, die einst für den königlichen Hof kreiert wurden. Ist auf jeden Fall einen Abstecher wert!
Unser Hotel: BIG Hotel Hue
Ein preisgünstiges gut bewertetes Hotel mit sauberen Zimmern und kostenlosem WLAN. Uns hat es gut gefallen, da es gut gelegen und ordentlich war. Wieder in dem Sinne nichts Besonderes, aber auch nichts auszusetzen.
Was wir in Hue gemacht haben
Promenade (Trang Tien Bridge) + Hue Walking Street + Lost places
Die Promenade entlang des Parfümflusses ist ein guter erster Anlaufpunkt, um Hue kennenzulernen. Besonders am Abend lohnt es sich, dort entlangzuschlendern, weil die Trang Tien Brücke sich in ein farbenfrohes Lichtspektakel verwandelt, sobald es dunkel wird. Ein toller Fotospot!😍
Auch im Zentrum beispielweise in der Hue Walking Street gibt es viel zu erkunden: Ob Musik, Streetfood, Restaurants (Madame Thu! Mew Secret!Frühstück: The Nook Eatery!), Bars oder Souvenirshops, hier ist jede Menge geboten.
Was das Stadtbild auch mystisch prägt, sind die verlassenen Kolonialvillen, überwucherte Tempel und alte Militäranlagen. Unglaublich fotogen diese Lost Places, wenn auch etwas unheimlich!🤭
Die Zitadelle von Hue ist das historische Zentrum und Zeugnis der Nguyen-Dynastie. Hinter den hohen Mauern verbergen sich Tempel, Innenhöfe und ehemalige Paläste.
Die Thien-Mu-Pagode liegt auf einem Hügel direkt am Parfümfluss und zählt zu den wichtigsten religiösen Orten der Stadt. Der siebenstöckige Turm ragt über die Baumwipfel hinaus und wirkt fast wie ein Wächter über Hue.
Mein Highlight in Hue: Der verlassene Wasserpark Ho Thuy Tien. Heute ist er kein Wasserpark mehr, sondern ein mystischer Lost Place. Er wurde ursprünglich 2004 eröffnet, aber der Betrieb wurde aufgrund mehrerer Gründe schon nach kurzer Zeit eingestellt. Seitdem verfällt er und ist heute vor allem für Fotografen ein beliebter Spot. Highlight ist die riesige Drachenskulptur, die ursprünglich ein Aquarium sein sollte. Sie wirkt fast wie ein post-apokalyptisches Relikt aus einem Fantasy-Film. Man kann über eine Treppe auch in den Drachenkopf gelangen und hat somit eine fantastische Aussicht um den darumliegenden See.
Ich empfehle gegen Nachmittag oder zum Sonnenuntergang dorthin zu gehen, weil dann die Stimmung besonders spooky, mystisch und surreal ist.😉 Aber egal, wann: Dort muss man unbedingt hin!
(Kurzer Hinweis: Es gibt viele lokale "Wächter" am Eingang, die meist um einen kleinen Beitrag (z.B. 10.000 - 20.000 VND) bitten für den Zugang zum Park, den Parkplatz oder um ein Fahrrad auszuleihen. Man kann aber auch einfach so um den See herumlaufen.)
📍4. Stopp: Da Nang - Zwischen Strand und Drachen (2 Nächte)
Da Nang liegt zwischen Bergen und Meer und ist wie die perfekte Balance zwischen Stadt und Strand. Moderne Skylines treffen hier auf lange Sandstrände, während der Han River durch das Herz der Stadt fließt. Im Vergleich zu Hanoi und Ho-Chi-Minh ist es entspannter, aber lebendig genug, um nicht langweilig zu werden.
Was wir in Da Nang gemacht haben
Besonders bekannt ist Da Nang für seine majestätische Dragon Bridge, die nachts in bunten Farben leuchtet und am Wochenende Feuer und Wasser spuckt. Mein Highlight!😍🐲 Sie gilt als Symbol für Glück, Stärke und Wohlstand in der vietnamesischen Kultur.
Ein paar Schritte weiter findet man den bunten Son Tra Night Market. Hier gibt viele kleine Garküchen, Souvenirs, Musik und allerlei buntes Treiben, um den Vibe der Stadt erleben zu können.
Entlang des My Khe Beaches tummeln sich entlang der langen Strandpromenade unzählige Seafood-Restaurants, kleine Cafés mit Meerblick und Beach Bars, die sich perfekt für Sonnenuntergänge oder abendliche Spaziergänge eignen. Hat uns sehr gut gefallen!🤭
📍5. Stopp: Ninh Binh - Wo Vietnam leise wird (2 Nächte)
Ninh Binh ist im Vergleich zum Rest von Vietnam ein sehr ruhiger Ort (und deutlich kühler im Vergleich zu Zentralvietnam). Es ist ein Ort, der an den meisten Stellen wenig touristisch ist (die sind eher in Tam Coc - ein kleiner Ort in der Ninh Binh-Provinz). Also ein Ort zum Durchatmen und langsam Reisen.
Was wir in Ninh Binh gemacht haben
Hoa Lu Old Town ist klein, ruhig und voller Bedeutung, da es einst die erste Hautpstadt Vietnams war. Besonders beeindruckend sind die Tempelanlagen der ehemaligen Könige. Abends ist alles schön beleuchet und lädt zum Schlendern ein. Hier findet man Souvenirshops, Retaurants und Cafés.
Jeep-Tour: Bich Dong - Trang-An-Landschaft - Hang Mua
Über GetYourGuide haben wir einen Ausflug mit einem Jeep gebucht. Der erste Stopp führte durch Reisfelder, Wasserläufe und alte Steinbrücken zur Pagode Bich Dong. Diese liegt an einem Felsen und erstreckt sich über mehrere Ebenen. Vorbei an Schreinen und Höhlen gelangt man nach oben, von wo aus man einen weiten Blick über die Landschaft hat.
Eines der Highlights der Region ist die Bootsfahrt durch die Trang-An-Landschaft. Fast lautlos gleitet man in einem Ruderboot über ruhiges Wasser durch gewaltige Kalksteinfelsen, üppiges Grün und enge Höhlen. Wunderbar, um runterzukommen und die wunderschöne Landschaft Vietnams zu erleben!
Der perfekte Abschluss der Tour ist der Aufstieg zu Hang Mua. Etwas schweißtreibend die 500 Stufen hochzusteigen, aber der Ausblick lohnt sich!😍 Man blickt auf endlose Reisfleder, gewundene Flüsse und faszinierende Felsformationen. Wir waren gegen Abend dort und konnten die magische Stimmung zum Sonnenuntergang erleben.
📍6. Stopp: Hanoi (4 Nächte) + Halong Bucht (1 Nacht) - Die Seele Vietnams
Unser letzter Stopp in Vietnam war die Hauptstadt Hanoi. Hanoi hupt, lebt, kocht, bewegt sich. Zwischen kolonialen Fassaden, dampfenden Garküchen und zahllosen Rollern trifft jahrhundertealte Geschichte auf modernes Großstadtleben. Nicht so wild wie Ho-Chi-Minh, sondern eine Metropole mit Seele. Hier gibt es alles: Chaos & Ruhe, Street Food & Rooftop Views, Geschichte & Moderne, Stadtenergie & Natur.
Was wir in Hanoi gemacht haben
Old Quarter Hanoi - Nightmarket - Beerstreet
Das Old Quarter ist das Herz Hanois - hier gibt es enge Gassen, Streetfood-Stände und viele kleine Läden mit Souvenirs & Co. Am Wochenende verwandelt sich die Gegend in einen Night Market mit Streetfood, Musik und buntem Trubel. Super zum stundenlangen Schlendern. Man findet auch unzählige Restaurants, Bars und Cafés (oft versteckt in Innenhöfen - viele sind so süß😍). Einer der besten Orte, um in Hanoi unterwegs zu sein, fanden wir.
Dort befindet sich auch die berühmte Beer Street. Hier sitzen Reisende und Einheimische dicht gedrängt auf kleinen Plastikstühlen, trinken frisches Bier und genießen die Atmosphäre.
Im LOTTE Center Hanoi gibt es eines der höchsten Observation Decks Vietnams (65. Stock - etwa 272 Meter). Man hat einen 360 Grad-Blick und für Mutige gibt es an mehreren Stellen einen Glasboden. Checkt auf jeden Fall ab, wie die Smogbelastung aussieht, ansonsten hat man keinen sehr weiten Blick!🤣
Die berühmte Train Street ist eine schmale Gasse, durch die mehrmals täglich ein Zug fährt - nur wenige Zentimeter an Cafés und Häusern vorbei. Was für ein surrealer Moment, wenn kurz bevor der Zug kommt, alles in Sicherheit gebracht wird und einem dann der Zug vor der Nase vorbeidonnert. Eines meiner Highlights in Hanoi! Kurzer Tipp: Unbedingt auch abends hingehen, wenn überall die bunten Lichter und Lampions leuchten!🥹
Good to know: Die Züge fahren nicht permanent. Wir wussten auch nicht zu 100 Prozent, wann er fährt. Die Einheimischen aber schon. Man bekommt auch mit, wenn er kommt.😉 Dann wird alles hektisch weggeräumt und man wird so platziert, dass man den Zug sicher beobachten kann.
Streetfoodtour
Auch hier haben wir wieder eine Foodtour gemacht. Dieses Mal hat uns unser Guide auch viel über die Stadt erzählt. Zu Essen gab es Ähnliches wie bei der 1. Tour in Ho-Chi-Minh, aber so etwas lohnt sich immer: Man findet Spots, die man alleine nie entdecken würde, man lernt viel über Kultur & Geschichte und bekommt ein Gefühl für die Essensrituale. Außerdem gilt Hanoi als kulinarische Hauptstadt von Vietnam.
Mini-Kreuzfahrt Halong-Bucht
Eines meiner Highlights im 1. Monat unserer Weltreise: Eine 1-tägige Kreuzfahrt in der Halong-Bucht. Zwischen imposanten Kalksteinfelsen, die überall aus dem Wasser ragen und den stillen Bewegungen des Schiffes wirkt alles plötzlich ganz still und mystisch.🌊
Der Ausflug war super organisiert: Wir wurden von Hanoi abgeholt und fuhren ca. 2 Stunden zur Halong Bucht. Dort fuhren wir mit einem Boot zu unserem Schiff. Dort gab es Lunch, einen Ausflug zu einer Höhle mit einem Bambusboot, man konnte Kajak fahren, abends gab es ein 5-Gänge-Dinner und man konnte sich im Tintenfisch-Angeln üben.
Weitere Highlights waren die Kabine (!), der Infinity-Pool, der Sonnenuntergang auf dem Schiff, morgens mit Blick aufs Meer aufzuwachen, in der Stille des beginnenden Tages Kajak zu fahren und grundsätzlich der Vibe auf diesem Schiff. Das MUSS man machen, wenn man in Hanoi ist.😍
💸Kosten pro Person (ca.)
Vietnam ist bekannt für seine günstigen Preise. Hier nochmal eine grobe Übersicht über Verschiedenes:
- Essen: Streetfood ab 1-3€, lokale Restaurants 2-6€, stylische Cafés/Rooftops 6-12€
- Getränke: Lokales Bier <1€, Cocktails 4-8€
- Transport: Grab-Taxi 1-2€ pro Fahrt
- Eintritte: 1-5€ pro Person
Im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern ist Vietnam sehr günstig, aber es gibt auch Dinge, die ein bisschen teurer sind, wie zum Beispiel die Unterkünfte in den Großstädten oder Flüge.
Hier sind unsere Gesamtausgaben pro Person:
Ho-Chi-Minh/ Saigon (5 Nächte)
- Flug von Kuala Lumpur nach Saigon: ca. 40€
- Hotel: ca. 30€ (+30€, weil wir das Hotel gewechselt haben)
- Sonstiges (Eintritte, Souvenirs, Essen, Grab etc.): ca. 360€
--> Insgesamt: ca. 460€
Hoi An (3 Nächte)
- Flug von Saigon nach Da Nang: ca. 70€
- Hotel: ca. 20€
- Sonstiges: ca. 210€
--> Insgesamt: ca. 300€
Hue (2 Nächte)
- Zug von Da Nang nach Hue: ca. 10€
- Hotel: ca. 15€
- Sostiges: ca. 65€
--> Insgesamt: ca. 90€
Da Nang (2 Nächte)
- Mini-Bus von Hue nach Da Nang: ca. 5€
- AirBNB: ca. 45€
- Sonstiges: ca. 215€
--> Insgesamt: ca. 265€
Ninh Binh (2 Nächte)
- Flug von Da Nang nach Hanoi: ca. 85€
- Mini-Bus von Hanoi nach Ninh Binh: ca. 10€
- Hotel Ninh Binh: ca. 15€
- Sonstiges: ca. 60€
--> Insgesamt: ca. 170€
Hanoi (4 Nächte) + Halong-Bucht (1 Nacht)
- Mini-Bus von Ninh Binh nach Hanoi: ca. 10€
- Hotel Hanoi: ca. 25€
- Sonstiges: ca. 210€
--> Insgesamt: 245€ (Der Ausflug zur Halong-Bucht hat ca. 140€ gekostet)
➡️INSGESAMT: ca. 1530€ für 3 Wochen Vietnam (wenn man eher komfortabel statt backpackermäßig lebt)
Das ist natürlich nur eine Orientierung; die Kosten können je nach Reiseart und -stil variieren. Hoher Kostenfaktor sind wie man sieht vor allem die Flüge.
💡Tipps & Tricks
- eSim besorgen (z.B. Saily)
- Grab-Taxis rufen
- GetyourGuide für Ausflüge
- 12Go Asia (Buchungsplattform für Züge, Busse, Fähren und Inlandsflüge in Südostasien und weltweit)
- Geld wechseln, aber auch viel Kartenzahlung möglich (wobei es immer ratsam ist, genug Bargeld dabei zu haben)
- ChatGPT für Empfehlungen nutzen
- Strickjacke mitnehmen (Klimaanlagen!)
- Ohrstöpsel dabei haben (in den meisten Hotels war es sehr laut)
📸Insta vs. Reality
Vietnam wirkt wie ein endloser Traum aus weichem Licht, leeren Straßen und einer perfekten Landschaft mit smaragdgrünen Buchten, einsamen Booten und Reisterrassen ohne Fußspuren. Jeder Kaffee wird in einem wunderschönen traditionellen Café serviert, jeder Sonnenuntergang ist traumhaft, jedes Lächeln der Einheimischen wirkt wie aus einer Reisewerbung. Alles scheint ruhig, leicht und mühelos schön: Die perfekten Insta-Bilder können überall geschossen werden und es wirkt wie ein asiatischer Traum.
In der Realität ist Vietnam Bewegung und alles andere als leise. Es ist ein ständiger Fluss aus Geräuschen, Stimmen, Gerüchen und Leben: Menschen treffen sich auf den Straßen, die gleichzeitig Küche, Treffpunkt und Wohnzimmer sind. Die Menschen sind laut (lachen, schreien, hören laut Videos auf ihren Handys etc.), überall hört man die hupenden Mopeds, das Zischen der Garküchen, touristische Hotspots können sehr überfüllt sein und man muss aufpassen, dass Einen die Einheimischen nicht über den Tisch ziehen. In den Großstädten sind die Wege staubig, die Luft ist schwül.
Vielleicht ist das auch die wahre Schönheit Vietnams - es ist nicht perfekt. Aber dafür echt. Hier wird nicht alles inszeniert, es ist ungeplant. Menschlich. Und genau dieses Gefühl nehme ich mit aus diesem Land. Ich habe mich auch davor nicht auf die Inszenierung von Instagram & Co eingelassen, sondern bin komplett offen an das Land rangegangen, um meine eigene Meinung zu bilden. Ja, hier weicht Socialmedia schon sehr von der Realität ab, aber die Erfahrung ist es sowas von wert! Ich fand das Land als Reiseland wirklich fantastisch!
✨️Fazit: Abschied von Vietnam - Ein Land, das bleibt
Vietnam ist kein Reiseziel, das man einfach abhakt. Es ist ein Land, das sich nach und nach in einem festsetzt. Erinnerungen driften an den goldenen Drachen von Da Nang, an die bunten Lampions und die lustigen Barabende in Hoi An, an die Bootsfahrten auf den Flüssen Mekong, Thu-Bon oder in der Halong-Bucht. Ich erinnere mich an die 500 Stufen von Hang Mua, die zeigen, dass die schönsten Aussichten oft ein bisschen Anstrengung brauchen; an das gute Essen, das man auf Plastikstühlen genossen hat und das chaotische, aber doch organisierte Rauschen des vietnamesischen Verkehrs. Nie werde ich vergessen, wie ich morgens auf diesem Schiff aufgewacht bin und als erstes auf das Meer und die unzähligen Felsen der Halong-Bucht geschaut habe. Wie wir gelacht haben mit Locals, anderen Touristen oder unter uns.
Von einem solchen Ort weiß man: Man bereist ihn nicht nur, sondern er wird Einen für immer begleiten. Und kein Souvenir der Welt könnte besser sein als die Geschichten, die jetzt ein Teil von mir sind, weil wir dieses Land kennenlernen durften.









































































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