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Albanien

vor 2 Tagen
5 Min. Lesezeit
Albanien Rundreise: 6 Tage zwischen Bergen, Meer und kleinen Küstenorten

Manchmal braucht es gar keine lange Reise, um ein neues Land kennenzulernen. Ein paar Tage, ein Auto und die Lust, einfach loszufahren. Mitte Oktober ging es für uns nach Albanien. Wir wollten die Küste erkunden, durch kleine Orte schlendern und möglichst viel vom Land sehen.


Unsere Route führte uns von Tirana nach Berat, über Vlora und den Llogara-Pass an die Albanische Riviera und schließlich zurück in die Hauptstadt. Unterwegs entdeckten wir schöne Landschaften, genossen die Ruhe der Nebensaison und stellten fest, dass nicht jeder Ort unseren Geschmack trifft.


Unsere Route durch Albanien

Tag 1: Ankunft und Weiterfahrt nach Berat

Nach unserer Landung in Tirana holten wir unser Auto und machten uns direkt auf den Weg nach Berat. Die historische Stadt ist für ihre traditionellen Häuser bekannt, die sich an den Hang schmiegen und ihr den Beinamen „Stadt der tausend Fenster“ eingebracht haben.


Berat war unser erster Stopp auf der Rundreise, bevor es am nächsten Tag weiter Richtung Küste gehen sollte.




Tag 2: Von Berat über Vlora und den Llogara-Pass nach Himarë

Am nächsten Morgen fuhren wir von Berat weiter Richtung Albanische Riviera. Unterwegs legten wir einen kurzen Zwischenstopp in Vlora ein, wo wir etwas essen gingen, bevor wir unsere Fahrt fortsetzten.


Anschließend ging es über den Llogara-Pass. Die kurvige Bergstraße und die Ausblicke auf das Ionische Meer machten diesen Streckenabschnitt zu einem schönen Teil unseres Roadtrips. Gerade solche Fahrten gehören für mich zum Reisen dazu, denn manchmal ist schon der Weg zum nächsten Ziel ein Erlebnis.


Am Abend erreichten wir schließlich Himarë und bezogen unser Hotel. Die Küste und die entspannte Atmosphäre gefielen uns auf Anhieb.


Tag 3: Porto Palermo und das alte Qeparo

Da wir eine weitere Nacht in Himarë blieben, nutzten wir den Ort als Ausgangspunkt für einen Tagesausflug nach Porto Palermo und Old Qeparo. In Porto Palermo erwarteten uns eine schöne Bucht, das Meer und eine historische Festung.


Anschließend fuhren wir weiter nach Old Qeparo, einem alten Dorf oberhalb der Küste mit traditionellen Steinhäusern und schmalen Gassen.


Schon an diesem Tag merkten wir deutlich, dass wir außerhalb der Hauptsaison unterwegs waren. Viele Restaurants und andere Einrichtungen hatten bereits geschlossen, und insgesamt war es sehr ruhig. Uns störte das allerdings überhaupt nicht. Im Gegenteil: Wir fanden es angenehm, die Gegend ohne viel Trubel zu erkunden und uns Zeit zu lassen.


Am Abend fuhren wir zurück nach Himarë und blieben dort eine weitere Nacht. Wir ließen den Tag an einer noch geöffneten Strandbar und auf unserem wunderschönen Balkon mit Meerblick ausklingen.


Himarë war für uns tatsächlich der schönste Ort unserer Albanienreise. Die Lage direkt am Meer, unser schönes Hotel und die entspannte Stimmung machten den Aufenthalt besonders. Obwohl vieles geschlossen hatte, fühlten wir uns dort richtig wohl.


Tag 4: Der Vjosa-Wasserfall, der Belshsee und die Rückfahrt nach Tirana

Nach zwei Nächten in Himarë packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg zurück Richtung Tirana. Unterwegs wollten wir noch den Vjosa-Wasserfall und den Belshsee besuchen.


Am Wasserfall angekommen, stellten wir fest, dass nur wenig Wasser floss. Dadurch war der Anblick weniger beeindruckend, als wir es uns vielleicht vorgestellt hatten. Trotzdem fanden wir den Stopp schön und freuten uns über die kleine Abwechslung auf unserer Fahrt.


Der Belshsee konnte uns dagegen nicht wirklich begeistern. Für uns war der Besuch eher unspektakulär, und bei einer erneuten Reise würden wir den See wahrscheinlich auslassen.


Am Abend erreichten wir schließlich Tirana. Allerdings gestaltete sich die Ankunft komplizierter als gedacht, denn in der Stadt fanden Proteste statt. Dadurch hatten wir zunächst Schwierigkeiten, zu unserem AirBNB zu gelangen. Nach einigem Hin und Her fanden wir schließlich doch den Weg zur Unterkunft.


Wir waren zu keinem Zeitpunkt in unmittelbarer Gefahr, aber die Situation war unübersichtlich. Nachdem wir noch etwas essen gegangen waren, entschieden wir uns deshalb, den restlichen Abend im AirBNB zu verbringen und auf weitere Erkundungen zu verzichten.


Tag 5: Tirana – ein entspannter Tag zwischen Cafés, Stadtbummel und Protesten

Am nächsten Tag wollten wir uns Tirana zumindest ein wenig anschauen. Da wir bereits wussten, dass es aufgrund der Proteste zu Einschränkungen kommen konnte, ließen wir es ruhig angehen.


Zunächst besuchten wir den Skanderbeg-Platz und schlenderten anschließend durch das Viertel Blloku, das für seine Cafés, Restaurants und sein urbanes Flair bekannt ist. Einen ausführlichen Sightseeing-Tag machten wir daraus allerdings nicht. Statt von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu laufen, verbrachten wir einen großen Teil des Tages in einem Park bei einem Café. Dort konnten wir einfach sitzen, etwas trinken und die Zeit genießen.


Während unserer Reise hatten wir inzwischen gemerkt, dass Albanien uns persönlich nicht ganz so begeisterte, wie wir es uns vielleicht vorgestellt hatten. Das heißt nicht, dass das Land nicht sehenswert ist. Manchmal stellt man unterwegs einfach fest, dass ein Reiseziel nicht ganz den eigenen Vorstellungen entspricht.


Am Abend gingen wir noch in einem Restaurant in einer richtig süßen Gegend essen. Da die Proteste am Abend wieder losgingen, machten wir uns anschließend auf den Rückweg zu unserem AirBNB. Wir wollten kein unnötiges Risiko eingehen und den letzten Abend lieber entspannt in der Unterkunft verbringen.


Albanien im Oktober: Lohnt sich eine Reise außerhalb der Hauptsaison?

Wir waren Mitte Oktober in Albanien unterwegs und konnten deutlich merken, dass die Hauptsaison bereits vorbei war. Viele Restaurants, Cafés und Strandbars hatten geschlossen, besonders an der Riviera war es sehr ruhig.


Für uns persönlich war das überhaupt kein Nachteil. Wir mochten die entspannte Atmosphäre und fanden es schön, die Küstenorte ohne große Menschenmengen zu erleben. Wer allerdings einen klassischen Sommerurlaub mit langen Strandtagen, geöffneten Strandbars und viel Leben sucht, sollte eher in den Sommermonaten reisen.


Für einen Roadtrip mit verschiedenen Landschaften und kleinen Zwischenstopps kann der Herbst trotzdem eine interessante Reisezeit sein. Wichtig ist nur, die Route nicht zu voll zu planen und genügend Zeit für die Fahrten einzuplanen.


Würden wir Albanien noch einmal besuchen?

Insgesamt war Albanien eine schöne Erfahrung, aber wir haben während der Reise auch gemerkt, dass das Land für uns persönlich kein Reiseziel ist, zu dem wir unbedingt zurückkehren möchten.


Besonders Himarë ist uns positiv in Erinnerung geblieben. Die Lage am Meer, unser schönes Hotel und die Ruhe außerhalb der Hauptsaison haben uns dort richtig gut gefallen. Auch die Fahrt über den Llogara-Pass und die unterschiedlichen Landschaften waren schöne Bestandteile unserer Reise.


Andere Stopps, wie der Belshsee, waren für uns dagegen eher unspektakulär. Und auch Tirana hat uns nicht so sehr begeistert, dass wir unbedingt mehr Zeit dort verbringen wollten.


Nach unserer großen Weltreise haben wir viele verschiedene Länder und Landschaften kennengelernt. Dadurch wissen wir inzwischen besser, welche Orte uns besonders berühren und wo wir uns wohlfühlen. Nicht jedes Reiseziel muss zum Lieblingsort werden.


Bereuen wir die Reise? Nein. Wir sind froh, Albanien kennengelernt und uns selbst ein Bild gemacht zu haben. Denn genau darum geht es für mich beim Reisen: Neugierig bleiben, Neues entdecken und herausfinden, welche Orte einen wirklich begeistern – und welche einfach eine schöne Erinnerung bleiben.


Und jetzt bin ich gespannt, wohin uns die nächste Reise führt.🌍

  • Berat
  • Albanische Riviera
  • Himare
  • Vjosa-Wasserfälle (ohne Wasser)
  • Tirana

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Hi, ich bin Annika und lebe in Berlin. Ich liebe es, die Welt zu entdecken, neue Orte kennenzulernen und das Leben in all seinen Facetten zu genießen.

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Unterwegs sammle ich unzählige Eindrücke, Geschichten und Erinnerungen. Als Hobbyfotografin und leidenschaftliche Schreiberin entstand daraus die Idee zu diesem Blog – ein Ort, an dem ich meine Erlebnisse, Gedanken und Lieblingsmomente festhalte.

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P. S.: Dieser Blog ist in erster Linie mein persönliches Reisetagebuch – für mich, meine Familie und Freunde. Ich betreibe ihn nicht mit dem Ziel, Geld zu verdienen. Erwähnte Empfehlungen und Werbung erfolgen daher unbezahlt und ohne kommerziellen Hintergrund.

 

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